Die
Fußballmannschaft des FC Bayern steuert auf eine weitere Krise in
seiner jüngeren Vergangenheit zu: Vor zwei Wochen konnte der etwas
schmeichelhafte, bis zum Ende auf der Kippe stehende, aber
letztendlich gar nicht mal so unverdiente 8:0 Sieg gegen den HSV noch
über so manche Schwachstelle hinwegtäuschen. Aber bereits eine
Woche später wurde das Dilemma beim 6:0 gegen Paderborn schon
deutlicher. Ein wenig ansehnliches Spiel, das man üblicherweise in
die Kategorien „schmutzig“ und „Arbeitssieg“ einordnet, ließ
bereits erste Stimmen lauter werden, die hier die frühen Zeichen der
Krise erkannten. Gestern dann der offensive Offenbarungseid, als die
Bayern nur knapp an der Punkteteilung gegen Köln vorbeischrammten
und gerade viermal etwas Zählbares zustande brachten.
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| Da läuft's nicht rund ... ist ja auch oval! Foto: pixabay- CC0 Public Domain |
Welchen Masterplan hat Pep?
Eine
Frage kam unmittelbar nach dem Abpfiff auf: Was hat dieser spanische
Trainer mit dem ehemaligen Aushängeschild des deutschen Fußballs
vor?
Erste
vorwarnende Anzeichen zeigten sich bereits vor der Fußball-WM im
letzten Sommer, als Pep Guardiola die bayrischen Spieler dermaßen in
ein Formtief trainierte, dass sie beim Halbfinalsieg gegen Brasilien
gerade einmal 3 Tore beisteuerten …
Auch
Arjen Robben kam bei der niederländischen Elftal sprichwörtlich
nicht von der Stelle und wurde wohl nur aus Mitleid von den Kollegen
des Fachmagazins Kicker nach dem Spiel gegen Spanien nicht mit der
berüchtigten „Spielnote 6“ bedacht.
Doch
zurück zum FC Bayern: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der
sportliche Sachverstand des FC Bayern, verkörpert durch Karl-Heinz
Rummenigge und Matthias Sammer, die Notbremse ziehen muss. Diese
Maßnahme wird auch angesichts des inzwischen nicht mehr
überhörbaren Spotts über den deutschen Fußball im Allgemeinen und
den FC Bayern München im Besonderen aus dem Ausland immer
dringender. Kein Wunder, dass man in Donezk lieber den Flughafen
zerstört, als dass diese Gurkentruppe aus dem Süden Deutschlands zu
einem Gastspiel in der Champions League vorbeikommen soll. Solche
Rumpelkicker lässt man nicht gerne ins eigene Stadion und auf den
eigenen Rasen, der schließlich Besseres erwarten darf, als bei dem
behäbigen Kampfspiel des selbsternannten „Stern des Südens“
umgepflügt zu werden.
Wenn's vorbei ist, ist's vorbei
Der
deutsche Rekordmeister, der vermutlich auch den Rekord darin hält,
die meisten Rekorde zu halten, sollte sich eine Auszeit nehmen.
Guardiola sollte heute noch die Bundesliga wieder einmal für beendet
erklären, nur sollte der FC Bayern in dieser Saison auch so
konsequent sein und gar nicht mehr antreten … das würde uns allen
eine Menge ersparen – wer will schon Woche für Woche eine desolate
Offensivleistung sehen, bei der am Ende der Saison gerade mal etwas
mehr als hundert Tore zu Buche stehen?
